Ahrcárra und ich – eine Liebesbeziehung

Ahrcárra und ich – eine Liebesbeziehung

Meine Beziehung zu Ahrcárra kann man durchaus mit einer Liebesbeziehung vergleichen. Es begann 2006 als Dreiecksgeschichte …

Zu dieser Zeit war ich noch in der Ausbildung. Mit meiner damaligen besten Freundin habe ich die Beziehung zu Ahrcárra begonnen. Wir waren beide kreative Socken, deswegen hat es auch sofort gefunkt zwischen uns. Alles mögliche haben wir angefangen: Gezeichnet und gemalt, Mangas, sie hat mir bei meinen damaligen Buchprojekten geholfen. Irgendwann haben wir aus dem Nichts heraus beschlossen, dass wir einen Roman zusammen schreiben wollen. Jeder immer ein Kapitel, abwechselnd. Gesagt, getan. Kurzerhand haben wir uns auf ein ganz grobes Setting geeinigt und drauf los geschrieben. Ahrcárra war geboren!

Wir haben diesen allerersten Entwurf tatsächlich beendet und hatten am Schluss eine fertige Geschichte in den Händen. Es war fantastisch! Ein tolles Gefühl!

Die Ausbildung endete und jeder ging, wie so oft im Leben, seiner Wege. Aber bis heute verbindet uns diese Geschichte und führt uns auch immer mal wieder zusammen.

Mich hat Ahrcárra aber nie wirklich losgelassen. Für mich war, nach Abschluss der Geschichte, die Beziehung noch nicht beendet. Mit dem Segen meiner Freundin habe ich das Projekt wiederbelebt und ganz neu aufgerollt. Aus unserer verträumten und lustigen Freundschaftsgeschichte sollte ein richtiger Roman werden!

Allerdings gingen noch ein paar Jahre ins Land, bevor es soweit war. Nach der Ausbildung arbeitete ich einige Zeit und habe dann beschlossen Abitur zu machen und zu studieren. Es dauerte bis zu den ersten Semesterferien bis ich endlich wieder die Muse und Zeit hatte, an meinem Schätzchen zu arbeiten.

Anfangs habe ich versucht die alten Kapitel nur zu überarbeiten. Aus dem Text und Stil meiner ehemaligen Mitstreiterin meinen eigenen Text und Stil zu machen. Das hat überhaupt nicht funktioniert. Erst als ich die Kapitel komplett neu aufgerollt habe, flutschte es wieder. Damals habe ich auch begonnen, die gesamte Geschichte bis ins Detail zu planen. Zuvor habe ich immer einfach drauf los geschrieben und geschaut was dabei heraus kommt. Oft blieben die Fäden am Ende lose, weil nichts mehr zusammenpassen wollte. Bei Ahrcárra sollte das aber nicht passieren. So kam es, dass ich nicht nur die fremden Kapitel neu geschrieben habe, sondern am Ende auch meine eigenen. Aus den süßen 150 Seiten unseres ersten gemeinsamen Projekts wurden ausgewachsene 770 Normseiten.

Während dieser intensiven Zeit der Planung wurden aus den früher einmal angedachten zwei Teilen vier. Aus der Freundschaftsgeschichte wurde ein Epos über Macht, Politik, Rebellion und, immer noch, Freundschaft.

Während des Studiums schaffte ich es nur während der Semesterferien an meinem Herzensprojekt zu arbeiten. Ich bewältigte in diesen Jahren etwa zwei Drittel des ersten Teils und die grobe Planung für alle anderen. Ganz nebenbei habe ich zu dieser Zeit auch noch ein Ahrcárra Pen&Paper-Spiel entwickelt. 😀

Dann kam der Master und der neue Job nach dem Uniabschluss. Drei Jahre ohneSschreiben. Aber Ahrcárra war mir treu und ich war das ebenfalls. Kaum kam die Chance dazu, warf ich mich kopfüber zurück in diese Beziehung, voller Leidenschaft und ohne Hemmungen.

Die letzen Monate waren unglaublich intensiv. Ich habe nicht nur das fehlende Drittel des ersten Teils geschrieben, nein, ich habe im Grunde alles nochmal neu aufgesetzt. Kein Kapitel ist so geblieben, wie es ursprünglich einmal war. Die Charaktäre sind fein ausgefeilt, und weitestgehend klischeefrei (hoffe ich). Ahrcárra ist eine realistische Welt geworden, bis ins kleinste Detail durchdacht, mit einem funktionierenden Politik- und Wirtschaftssystem. Auch die Planung für die Fortsetzungen sind nun ausgearbeitet und wollen nur noch in Szenen übersetzt und geschrieben werden. Aus dem Freundschaftsprojekt und der darauf folgenden On-Off-Beziehung ist etwas ernsthaftes geworden. Aus Entwurf 1 wurde über die Jahre Entwurf 2 und nun Entwurf 3, der morgen an die ersten Testleser geht.

Mal sehen, wohin mich diese Beziehung noch führt. Sie eingegangen zu sein, habe ich auf jeden Fall noch keinen Tag bereut.

Auf die Freundschaft!

Ein Gedanke zu „Ahrcárra und ich – eine Liebesbeziehung

  1. Liebe Martina,

    ich nutze hier gleich den ersten Kommentar und wünsche dir und deinem Herzensprojekt einen gelungenen Start in die gemeinsame öffentliche Welt! Ich bin sehr gespannt auf deine Geschichte und ihre Interpreten!

    Ich ziehe meinen Hut vor deiner Leidenschaft, mit der du die letzten Jahre an diesem Projekt gearbeitest hat. Ich bin überzeugt, man wird sie auf jeder einzelnen Seite spüren können!

    Schön, dass wir uns auch nach so langer Zeit immer noch unglaublich viel zu sagen haben.

    In diesem Sinne
    Die zweite Socke

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